Aus Corona nichts gelernt? – Schüler kritisieren chaotischen Distanzunterricht.

HOCHTAUNUSKREIS – Der kurzfristig angesetzte Distanzunterricht wegen der Wetterlage am letzten Montag stellte Schülerinnen und Schüler an mehreren Schulen vor organisatorische und kommunikative Herausforderungen. Sie berichteten von verspäteten und widersprüchlichen Informationen und klagten über eine uneinheitliche Umsetzung.

Einige seien erst am späten Sonntagabend informiert worden, andere habe die Nachricht erst montags auf dem Schulweg erreicht. Teilweise wurde lediglich über die Website der Schulen und nicht über einen E-Mail-Verteiler über den Distanzunterricht informiert. Außerdem berichteten sie, dass nur vereinzelt Videokonferenzen stattfanden und oft nur Arbeitsaufträge erteilt wurden. 

„Gerade für Unter- und Mittelstufenschüler ist eine selbstständige Bearbeitung von Aufgaben eine erhebliche Herausforderung”, so Kreisschulsprecher Moritz Weiß. „Daher ist es wichtig, dass Lehrkräfte für Fragen in Videokonferenzen zur Verfügung stehen.” Doch auch bei Videokonferenzen sei es immer wieder zu technischen Problemen gekommen.

Der Kreisschülerrat fordert eine umfangreiche Aufarbeitung der Situation und ein verbindliches Notfallkonzept für Distanzunterricht. „Trotz der umfangreichen Erfahrung durch die Corona-Pandemie fehlt es weiterhin an verlässlichen Abläufen. Schulen und Schulträger müssen diese für kurzfristige Ausnahmesituationen bereithalten”, sagt die stellvertretende Kreisschulsprecherin Luise Greiner. 

Bad Homburg, den 13.01.2026

Rückfragen bitte an Luise Greiner (stellv. Kreisschulsprecherin); ksr.htk@gmail.com

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